Blog

  • Erhöhung der Steuer in zahlreichen Kommunen geplant

    Erhöhung der Steuer in zahlreichen Kommunen geplant

    Das Leben für die Bürger wird in der BRD immer teurer, auch die Kommunen denken über eine Erhöhung der Steuern nach, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Demnach kommen in zahlreichen Städten und Gemeinden zusätzliche Abgaben auf die Bürger zu. Wohin das zusätzliche Geld fließen soll, wurde von den Kommunen ebenfalls bereits verplant sowie die Bereiche, welche weniger Geld erhalten.

    Steuern Kommunen
    Kommunen wollen Steuern erhöhen | Foto:(c) image4you/pixabay.com

    Geplante Erhöhung der Steuern und Abgaben in sieben von zehn Kommunen

    Die Umfrage der Unternehmens- und Beratungsgesellschaft EY war groß angelegt, knapp 300 Städte und Gemeinden, deren Einwohnerzahl mindestens 20.000 Einwohner beträgt, wurden in der Erhebung befragt. Das Hauptthema der Umfrage betraf die Steuern in den Städten und Gemeinden, vor allem die eventuell geplanten Erhöhungen der Steuern und Abgaben. Die Ergebnisse dürften den wenigsten Bundesbürgern in der BRD gefallen. Demnach planen sieben von zehn Kommunen eine Erhöhung der finanziellen Belastungen für ihre Bürger.

    Müllabfuhr, Straßenreinigung, Parken und Wasser werden teurer

    In welchen Bereichen die Steuern und Gemeinden die Abgaben erhöhen wollen, ist bereits klar, ebenso die Höhe der entsprechenden Steigerungen der Belastungen. So werden etwa in einem Drittel der befragten Kommunen die Gebühren für die Müllabfuhr sowie die Straßenreinigung steigen. Auch die Grundsteuer soll in deinem Drittel der befragten Städte und Gemeinden steigen. Etwas weniger als ein Drittel der Kommunen, knapp 27 Prozent, haben angegeben, die Gebühren beim Parken sowie der Nutzung des Friedhofs anzuheben. Etwas mehr als jede fünfte Kommune will künftig mehr Geld beim Wasser verlangen.

    Stark regional geprägte Unterschiede

    Bei der Verteilung der geplanten Erhöhungen der Gebühren und Abgaben in den Gemeinden gibt es klar ausgeprägte Unterschiede, die von Region zu Region verschieden sind. So denken etwa in Hessen mit 91 Prozent die meisten der befragten Städte und Gemeinden über eine Erhöhung der Abgaben und Steuern nach, gefolgt von Thüringen mit 89 Prozent und NRW mit 81 Prozent der Kommunen. Weit weniger sind es in Bayern mit 48 Prozent. In Sachsen wollen mit 30 Prozent sogar weniger als ein Drittel der befragten Städte und Gemeinden die Bürger stärker zu Kasse bitten.

    Deutliche Einsparungen in zahlreichen Kommunen

    Im Gegenzug wollen viele Städte und Gemeinden die Leistungen im kommenden Jahr einschränken. Auch hier gab es eine deutliche Steigerung bei den befragten Kommunen von acht Prozent im Vorjahr zu 20 Prozent in diesem Jahr. Mit 14 Prozent wollen die meisten Städte und Kommunen bei der Straßenbeleuchtung einsparen, in mehr als jeder zehnten Gemeinde, knapp 12 Prozent, wird ein Freibad oder Hallenbad die Pforten schließen.

    Schließungen von Bibliotheken und kulturellen Einrichtungen

    Mehr als jede zehnte Stadt oder Gemeinde, rund neun Prozent, plant stärkere Einschränkungen in den Bereichen Kultur und Bildung, sie wollen Bibliotheken und weitere kulturelle Einrichtungen schließen. Allerdings wird es nicht in allen Bereichen Einsparungen geben. In weiteren wichtigen Segmenten sollen die dringend benötigten Leistungen in den meisten der befragten Kommunen sogar steigen.

    Investitionen in IT und Infrastruktur

    Demnach wollen drei von fünf der in der Erhebung befragten Kommunen die Investitionen im Bereich der Schulen steigern, mehr als jede zweite Stadt und Gemeinde will stärker in den Ausbau der Digitalisierung und der Infrastruktur der IT investieren. Auch in die Infrastruktur der Städte und Gemeinden selbst soll mehr Geld fließen. So sollen etwa die Straßen ausgebaut werden, in jeder fünften Kommune soll der ÖPNV ausgebaut werden.

    >Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<<

    Foto:(c) image4you/pixabay.com

  • Experten fordern Steuern auf Zucker

    Experten fordern Steuern auf Zucker

    Steuern auf gesundheitsgefährdende Verbrauchsgüter helfen, den Konsum dieser zumindest einzuschränken, wie nicht zuletzt die hohen Steuern auf Tabak zeigen. Aus diesem Grund fordern Experten und Ärzte nun auch die Einführung einer Steuer auf Zucker. Doch das Verbraucherministerium zeigt sich bislang skeptisch zu einer Zuckersteuer.

    zuckersteuer
    Steuer auf Zucker | Foto: (c) Humusak/pixabay.com

    Zucker sorgt für gesundheitliche Schäden

    Industriezucker sind einer der Hauptgründe für Übergewicht und eine echte Gefahr für die Gesundheit der Konsumenten. Vor allem für Kinder sind stark zuckerhaltige Nahrungsmittel eine echte Verlockung und damit die Ursache für Fettleibigkeit bereits in jungen Jahren sowie für Folgeerkrankungen wie Diabetes mit zunehmendem Alter. Experten und Vertreter des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte fordern nun einen effektiven Schutz der Heranwachsenden vor Zucker. Eine Zuckersteuer soll es nun richten.

    Erfolg in Großbritannien

    Die Erfolge, mit denen ein solches Vorhaben in anderen Ländern umgesetzt wurde, scheinen den Experten recht zu geben. Wie etwa in Großbritannien, wo eine Steuer auf stark zuckerhaltige Softdrinks eingeführt wurde. 18 Pence Steuern pro Liter mussten die Hersteller bei Getränken zahlen, die mehr als fünf Gramm Zucker auf 100 Milliliter aufwiesen. Wurden die acht Gramm pro 100 Milliliter überschritten, sind  sogar 24 Pence fällig gewesen. Rund sechs Monate später haben die meisten Hersteller den Zuckergehalt der Getränke unter fünf Gramm gesenkt.

    Schrittweise Einführung der Zuckersteuer

    Aus diesem Grund schließen sich auch Vertreter der Sozialdemokraten den Forderungen der Mediziner an. Diese bezeichneten die Zuckersteuer nach der Tabaksteuer als das zweite große Projekt zur Prävention, das man auf den Weg bringen müsse. Auch eine grobe Richtung skizzierten die Vertreter der SPD bereits. So solle die Steuer schrittweise eingeführt werden, beginnend mit zuckerhaltigen Lebensmitteln und Süßigkeiten, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind. Die Einnahmen aus der Zuckersteuer sollten verwendet werden, um mittels eines Fonds gesundes und hochwertiges Schulessen zu finanzieren.

    Erfolgreiche Senkung des Konsums von Tabak und Alcopops dank Steuer

    Auch weitere Verbraucherschutzminister anderer Länder sind der Einführung einer solchen Zuckersteuer nicht abgeneigt. Sie sind vielmehr der Auffassung, dass die Reduzierung von Zucker etwa in Getränken durch eine Steuer ernsthaft in Erwägung gezogen werden sollte, wie es in einem Beschluss der Ministerkonferenz heißt, die Mitte des Jahres abgehalten wurde. Nicht zuletzt wird eine solche Steuer von den Gesundheitsministern befürwortet, die auf die erfolgreiche Senkung des Konsums von Tabak und Alcopops verweisen.

    Gesunde Mehrwertsteuer

    Im Gegenzug sollte eine sogenannte gesunde Mehrwertsteuer eingeführt werde, eine gesenkte Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel, fordert etwa Cornelia Prüfer-Storcks, die Gesundheitssenatorin der Stadt Hamburg. Dennoch ist das Verbraucherministerium bislang skeptisch, die Verbraucherministerin Julia Klöckner von der CDU bleibt bei ihrem kategorischen Nein. Auch Karl-Josef Naumann, NRW-Minister, zeigte sich gegenüber einer solchen Steuer eher ablehnend. Er wolle keine Bevormundung, ebenso wie die anderen Ministerien, die von der Union geführt werden. Dennoch sei es wichtig, den Zuckergehalt etwa von Fertignahrungsmittel transparenter zu gestalten, so Naumann.

    Höhere Transparenz bei Zucker

    Ob höhere Transparenz oder eine Steuer, eine effektive und nachhaltige Senkung des Konsums von Zucker wäre dringend notwendig. Im Durchschnitt konsumiert jeder Bundesbürger in der BRD 90 Gramm Zucker pro Tag. Die WHO empfiehlt lediglich die Hälfte am Tag zu sich zu nehmen; maximal. Die Folgen dieses erhöhten Konsums von Zucker sind verheerend. Derzeit ist bei 15 Prozent der Kinder in der Altersgruppe von 3 bis 17 Jahren Übergewicht zu verzeichnen. Ein Drittel dieser Kinder leidet aufgrund des erhöhten Konsums von Zucker sogar an Adipositas sprich Fettleibigkeit.

    Foto: (c) Humusak/pixabay.com

    >>Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht<<

  • Neues Konzept für weltweite Digitalsteuer

    Neues Konzept für weltweite Digitalsteuer

    Global agierende, digitale Unternehmen wie Apple, Google und Co. nutzen alle Tricks, um Steuern zu vermeiden. Zahlreiche Länder beklagen aus diesem Grund fehlende Einnahmen aus Steuern und fordern eine globale Digitalsteuer, damit die Unternehmen endlich adäquat zur Kasse gebeten werden können. Die OECD hat diesbezüglich nun ein neues Konzept vorgelegt, mit dem die Digitalunternehmen effektiver besteuert werden können.

    (mehr …)

  • CSU: Steuerliche Förderung grüner Haushaltsgeräte

    CSU: Steuerliche Förderung grüner Haushaltsgeräte

    Die CSU plant, die umweltbewussten Käufer von Haushaltsgeräten zu belohnen, indem sie diese kräftig steuerlich fördert. Bis zu einem Fünftel der gezahlten Steuer sollen die Käufer grüner Trockner, Waschmaschinen, Spülgeräte und ähnlicher Maschinen erhalten. Dies und weitere Pläne hat die Partei in ihrer umfassenden Klimastrategie formuliert.

    umweltfreundliche Küchengeräte
    Steuervergünstigung für umweltfreundliche Haushaltsgeräte | Foto: (c) PhotoMIX-Company/pixabay.com

    Anreize schaffen statt zahlen lassen

    Um die hochgesteckten Klimaziele erfüllen zu können, plant die Bundesregierung die Einführung eines CO2-Preises, der beim Kauf aller Produkte gezahlt werden muss, welche bei der Herstellung einen hohen Ausstoß an Kohlendioxid aufweisen. Die CSU plant nun einen anderen Weg und will die Bundesbürger nicht nur zur Kasse bitten. Vielmehr möchte sie einen Anreiz schaffen, dass diese sich bewusst für den Kauf umweltfreundlicher Produkte entscheiden. Mit einem Steuernachlass für Aufwendungen zum Klimasparen im eigenen Haushalt soll ein Klimabonus geschaffen werden, wie es in der neuen Klimastrategie der Partei heißt.

    Auch Sanierung und Austausch alter Heizungsanlagen wird honoriert

    Gedacht ist dieser Klimabonus vor allem für die Ausgaben für klimaeffiziente Haushaltsgeräte. Doch auch wenn das selbst genutzte Wohneigentum oder die Betriebsgebäude durch eine energetische Sanierung aufgewertet werden, wird dies durch den Klimabonus der CSU honoriert. Zudem wird der Austausch alter Heizungsanlagen durch neue mit der Steuervergünstigung belohnt. Allerdings nur, wenn der Austausch bis zum Jahr 2030 vorgenommen wird. Mit dieser Abwrackprämie soll die Verbreitung effizienter Heizungsanlagen nachhaltig vorangetrieben werden.

    Anreize für Klimaschutz und Handel mit Zertifikaten

    Mit dem Plan will die CSU zudem in den Berliner Koalitionsgesprächen punkten, in welcher es um das künftige große Klimaschutzpaket geht. Mit der umfassenden Klimasteuerreform will die CSU weg von dem Gedanken, eine CO2-Steuer einzuführen. Vielmehr sollen mehr Anreize für den Klimaschutz gesetzt werden. Auch einen Handel mit CO2-Zertifikaten würde die Partei den Vorzug vor einer CO2-Bepreisung geben. Dabei hat die CSU bereits genaue Vorstellungen. So soll etwa ein nationales System für den Handel mit Emissionszertifikaten in Sektoren geschaffen werden, in denen es noch kein gesamteuropäisches System gibt.

    Klare Ober- und Untergrenzen auf den Preis für CO2

    Bis ein solches nationales System geschaffen werde, soll es nach dem Willen der CSU eine Übergangszeit geben. Ein entsprechender Sektor, für welchen extra ein solches System geschaffen werden müsse, wäre der sensible Bereich des Verkehrs, in welchem besonders viel CO2 ausgestoßen wird. Zudem spricht sich die Partei in ihrer Klimastrategie für eine klare Definition von Ober- und Untergrenzen für den Preis auf CO2 aus.

    Weitere Pläne der Partei

    Die Anreize für ein umweltbewusstes Kaufverhalten sind nicht das einzige Vorhaben, das die CSU in ihrem Konzept formuliert hat. Um den Individualverkehr zu reduzieren und die Menschen mehr auf die Schiene zu bringen, plant die Partei eine Absenkung der Mehrwertsteuer, die auf Bahntickets anfällt, von derzeit 19 auf 7 Prozent sowie die bundesweite Einführung eines Tickets über 365 € im Nahverkehr. Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale sieht die CSU vor sowie eine Absenkung der Umlage für erneuerbare Energien. Allerdings gibt es zu weiteren Punkten auch noch innere der Parteimitglieder. So ist etwa eine höhere Steuer für Billigflüge, wie sie etwa vom Landesgruppenchef der CSU gefordert wurde, nicht in dem Papier vermerkt.

    >Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt diese auch nicht<<

    Foto: (c) PhotoMIX-Company/pixabay.com

  • Hilfen im Haushalt steuerlich geltend machen

    Hilfen im Haushalt steuerlich geltend machen

    Mit steigendem Alter gehen die meisten Arbeiten im Haushalt nicht mehr allzu leicht von der Hand. Eine Hilfe von außerhalb wird manchmal notwendig, um die anfallenden Tätigkeiten im Haus und im Garten erledigen zu können. Doch die meisten Haushaltshilfen kosten natürlich Geld. Hier unterstützt der Fiskus die hilfsbedürftigen Menschen. Selbst bei ungewöhnlichen Lösungen.

    Haushaltshilfe für Hilfsbedürftige
    Haushaltshilfen fürn bedürftige Menschen | Foto: (c) pascalhelmer/ pixabay.com

    Mit den Jahren steigt die Anstrengung

    Auch wenn die Arbeiten im Haushalt nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen gehören, gehen sie doch in der Regel leicht von der Hand. Tätigkeiten im Garten machen vielen Menschen auch Spaß, obwohl die Arbeit körperlich zumeist anstrengender ist. Auch leidenschaftliche Handwerker sind gern im eigenen Haus oder der Wohnung zugange. Doch bei aller Freude; wenn die Jahre zunehmen, werden auch die sonst mit viel Freude vorgenommenen Tätigkeiten anstrengender.

    Handwerker und Haushaltshilfen

    Damit der Garten nicht verwildert und der Haushalt sauber bleibt, muss irgendwann Hilfe geholt werden, um die anstehenden Aufgaben noch bewältigen zu können. Handwerker und Gärtner kümmern sich gern um alle Arbeiten am und um das Haus, Haushaltshilfen kümmern sich darum, dass der Wohnraum sauber bleibt. Damit die Belastung nicht allzu groß wird, unterstützt der Fiskus die Bewohner finanziell.

    Kosten für Material werden nicht anerkannt

    Allerdings nicht vollumfänglich. So werden für Handwerker etwa Ausgaben für Lohn, Verbrauchsmittel und die Anfahrt steuerlich anerkannt, ebenso wie die Mehrwertsteuer. Hierfür gibt es einen Steuerbonus von 20 Prozent. Ausgaben für das Material werden hingegen nicht vom Fiskus anerkannt. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass die einzelnen Posten in den Belegen und Rechnungen gesondert aufgeführt werden.

    Über Minijobzentrale engagieren

    Idealerweise werden solche Hilfen als Minijobber angestellt, um Steuern zu sparen, da die Kosten hierfür ganz einfach in der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Wer die Hilfen über eine Minijob-Zentrale engagiert, hält zudem den Aufwand für die Bürokratie gering. Hierfür reicht es aus, das entsprechende Formular auszufüllen, das die meisten Zentralen auf ihren Webseiten zur Verfügung stellen. Den Rest übernimmt die jeweilige Stelle selbst.

    20 Prozent Steuerermäßigung

    Auch bei solchen Ausgaben für Minijobber gibt es eine Ermäßigung von 20 Prozent, wobei die Ausgaben pro Jahr bei 2.550 € gedeckelt sind. Damit sind jährliche Einsparungen von mehr als 500 € möglich. Zumal die Steuern, die auf den Stundenlohn gerade einmal 14,7 Prozent betragen, also weniger als die Steuerermäßigung von 20 Prozent. Diese Möglichkeiten gelten selbst dann, wenn die Hausbewohner ungewöhnliche Wege gehen, um keine Fremden in die eigenen vier Wände oder auf das Grundstück zu lassen.

    Auch Familienmitglieder als Minijobber anerkannt

    Wer erwachsene Familienmitglieder mit haushaltsnahen Aufgaben betraut wie etwa den Rasen zu mähen oder die Wohnung sauber zu halten, kann damit ein Arbeitsverhältnis eingehen, das steuerlich anerkannt wird, wenn die Familienmitglieder als Minijobber eingestellt und entsprechend bezahlt werden. Dementsprechend ist die Bedingung hierfür, dass ein angemessener Stundenlohn vereinbart wurde, der auch regelmäßig und zuverlässig ausgezahlt wird und die Rechnungen ordnungsgemäß vorgenommen werden.

    Haushaltsscheckverfahren beachten

    Die Hausbewohner können in der Steuererklärung die Steuerermäßigung in Höhe von 20 Prozent der gesamten Kosten geltend machen. Voraussetzung hierfür ist allerdings das sogenannte Haushaltsscheckverfahren bei der Abrechnung des Lohnes des Minijobbers. Der auf Basis des Minijobs angestellte Familienangehörige erhält hingegen Ansprüche auf die gesetzliche Rentenversicherung, wenn auch nur geringe. Zudem ist er unfall- und krankenversichert.

    >Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt diese nicht<<

    Foto: (c) pascalhelmer/ pixabay.com

  • Steuern bei nicht schulmedizinischen Behandlungen

    Steuern bei nicht schulmedizinischen Behandlungen

    Bei einer Erkrankung hilft der Fiskus den Betroffenen, sodass sie zumindest in finanzieller Hinsicht während der Behandlung ihres Leidens entlastet sind. Dies gilt auch, wenn sich die Betroffenen bei der Behandlung ihrer Erkrankung für ungewöhnliche Wege entscheiden. Allerdings stellt der Fiskus hierbei einige Bedingungen, wenn er bei den Kosten für eine Behandlung einspringen soll, die nicht den schulmedizinischen Maßstäben entspricht.

    Heilbehandlung absetzen
    Heilbehandlung Steuer absetzen | Foto: (c) rawpixel/pixabay.com

    Krankheit trifft jeden

    Gerade in der kalten Jahreszeit ist nahezu jeder Mensch mindestens von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt betroffen. Schlimmstenfalls muss für einige Tage das Bett gehütet werden. Ein solcher kurzer Ausfall ist schnell ausgestanden, daher ist eine solche Abwesenheit vom Arbeitsplatz zur Genesung kein großes Problem. Finanzielle Einbußen sind bis auf die wenigen Ausgaben in der Apotheke in diesem Fall keine zu verzeichnen.

    Individuelle Belastungsgrenze

    Doch bereits in solchen Fällen greift der Fiskus den Betroffenen unter die Arme und hilft ihnen finanziell aus, wenn die individuelle Belastungsgrenze überschritten wird. Wann diese überschritten wird, hängt von einigen Faktoren ab, darunter vom Familienstand, der Anzahl der Kinder sowie der Höhe des Einkommens. Die Ausgaben für die Rezepte, welche zur Behandlung der Erkrankung oder auch einer Allergie notwendig sind, können ganz einfach in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

    Auch beim grünen Schein

    Dies gilt nicht nur für die rosafarbenen Rezepte, sondern auch für die grünen Scheine. Diese zeigen an, dass die Medikamente, die über diese Scheine bezogen werden, zwar nicht rezeptpflichtig, aber dennoch medizinisch notwendig sind. Wenn die Ausgaben für die Rezepte als außergewöhnliche Belastung angegeben werden, ist es jedoch ratsam, zumindest die Zuzahlungsquittungen als Nachweise aufzubewahren.

    Hilfe bei langwierigen und chronischen Erkrankungen

    Vor allem bei langwierigen und chronischen Krankheitsverläufen unterstützt der Fiskus die Betroffenen, damit die doppelte Belastung aus Erkrankung und finanziellen Nöten nicht zu groß wird, wenn über eine längere Zeit keiner geregelten Arbeit nachgegangen werden kann. Gerade solche Erkrankungen, die eine sehr lange und anstrengende Zeit der Behandlung erfordern, sind ein deutlicher Einschnitt in das Leben. Um möglichst schnell zu genesen, suchen sich viele Betroffene auch Hilfe bei Heilern, die auf alternative Methoden spezialisiert sind, die nur wenig mit den anerkannten Verfahren der Schulmedizin gemein haben.

    Verweigerung der Anerkennung der Kosten

    In diesem Fall jedoch kann es sein, dass das Finanzamt die Übernahme der Kosten verweigert, die für die Behandlung der Erkrankung anfallen. Dies musste kürzlich eine Familie erfahren, die sich entschieden hat, ihre schwerbehinderte Tochter einer Naturheilbehandlung zu unterziehen. Der Fiskus lehnte es ab, die Ausgaben zu übernehmen, obwohl die Familie sich vor der Behandlung eigens um ein Attest einer Fachärztin bemüht und dem Finanzamt vorgelegt hatte. In diesem Attest wurde bescheinigt, dass jeder Versuch zu begrüßen sei, der geeignet wäre, das Ergebnis zu verbessern.

    FG erkannte Ausgaben als abzugsfähig an

    Der Grund, den das Finanzamt zur Ablehnung der Übernahme der Kosten angab, lautete, dass kein amtsärztliches Gutachten vorliege. Allerdings wurde auf dem Attest vermerkt, dass die Angaben amtsärztlich bestätigt wurden. Die Familie entschied sich daraufhin, gegen die Entscheidung des Finanzamts vor dem Finanzgericht (FG) zu klagen. Das Finanzgericht stellte sich in seiner Urteilsbegründung hinter die Familie und erkannte das qualifizierte Gutachten der Ärztin als Bedingung für die Übernahme der Kosten für die alternative Behandlung der Tochter an.

    >Der Text stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt diese nicht<<

    Foto: (c) rawpixel/pixabay.com

  • Hausverkauf: Arbeitszimmer lässt Preis steigen

    Hausverkauf: Arbeitszimmer lässt Preis steigen

    Wer es schafft, in den eigenen vier Wänden ein Arbeitszimmer steuerlich geltend zu machen, kann sich glücklich schätzen, da nur bei wenigen Berufstätigen ein solches Zimmer steuerlich anerkannt wird. Allerdings kann sich dies auch nachteilig auswirken. Spätestens beim Verkauf des Hauses wird der Segen oftmals zum Fluch, da der Fiskus sich hier das Geld zurückholt.

    Hausverkauf Arbeitszimmer
    Arbeitszimmer Preis Hausverkauf | Foto: (c) AbsolutVision/ pixabay.com

    Herausforderung Arbeitszimmer

    Als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger hat man es nicht leicht, wenn man sich seinen heimischen Arbeitsplatz vom Fiskus anerkennen und die Ausgaben dafür von der Steuer absetzen möchte. Dies ist nur einigen wenigen Berufsgruppen vorbehalten. Für die steuerliche Anerkennung des Arbeitszimmers in den eigenen vier Wänden sind einige Voraussetzungen zu beachten wie etwa die strikte Trennung vom restlichen Wohnraum des Hauses oder der Wohnung.

    Arbeitsbereich und Wohnbereich klar getrennt

    Das Arbeitszimmer darf zudem wirklich nur zur Arbeit verwendet werden. Die Nutzung zu Wohnzwecken ist daher ausgeschlossen. Ein Zimmer so strikt vom Wohnbereich abzugrenzen mag vor allem in kleineren Wohnungen oder Häusern schon eine Herausforderung sein, ist jedoch kein Problem, wenn man sich einmal damit eingerichtet hat. Doch wenn die Immobilie oder die Wohnung verkauft werden soll, kann das mühsam erkämpfte Arbeitszimmer daheim aus genau diesem Grund zum Fluch werden.

    Steuerfreier Verkauf einer Immobilie

    Eigentümer einer Immobile können diese unter bestimmten Bedingungen verkaufen, ohne auf den Gewinn Steuern abführen zu müssen.  Diese Voraussetzungen sind, dass seit dem Erwerb der Immobilie zehn Jahre vergangen sind beziehungsweise, dass die Immobile im Jahr des Verkaufs und den beiden Jahren zuvor nur zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Die Betonung liegt hierbei auf Wohnzwecken. Und ein Arbeitszimmer wird nicht bewohnt. Der Teil der Immobilie fällt also nicht unter diese Regelung, sondern unterliegt den Bedingungen einer gewerblich genutzten Immobilie. Dies kann den Preis einer Immobilie deutlich beeinflussen und steigen lassen.

    Beim Arbeitszimmer greift die Spekulationsfrist

    Dieser Ansicht ist zumindest die Finanzverwaltung. Aus diesem Grund gilt beim Arbeitszimmer die zehnjährige Spekulationsfrist, innerhalb welcher Steuern bei der Veräußerung einer gewerblich genutzten Immobilie anfallen. Selbst dann, wenn die Aufwendungen für das Arbeitszimmer weder als Werbungskosten noch als Betriebsausgaben steuerlich anerkannt werden, greift diese Spekulationsfrist und der Fiskus greift beim Gewinn aus der Veräußerung zu, wenn diese Veräußerung nach weniger als zehn Jahren nach dem Erwerb derselben vorgenommen wird.

    Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns aus der Veräußerung

    Dabei ist der Gewinn aus dem Verkauf der gesamten Immobilie nicht unbedingt gleich dem steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn. Bei der Ermittlung dieser steuerpflichtigen Einnahme aus der Veräußerung der Immobilie wird ermittelt, indem einerseits deren Verkaufspreis herangezogen wird als auch die Kosten für die Anschaffung und der Herstellung des gewerblich genutzten Segments. Die Fläche des Arbeitszimmers wird dabei ins Verhältnis zur weiteren, wohnlich genutzten Fläche der restlichen Immobilie gesetzt.

    Entscheidung im Einzelfall

    Im Einzelfall kann jedoch gerichtlich dagegen vorgegangen werden. So hat das Finanzgericht Köln im vergangenen Jahr entschieden, dass der Veräußerungsgewinn, der aus dem Arbeitszimmer innerhalb eines privat genutzten Eigenheims erzielt wird, nicht zu den Einkünften führt, die aus dem privaten Veräußerungsgeschäft erzielt werden, wenn sich das Arbeitszimmer innerhalb eines Bereichs befindet, der zum überwiegenden Teil wohnlich genutzt wird. Allerdings steht zu dieser Frage eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs noch aus.

    >Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht<<

    Foto: (c) AbsolutVision/ pixabay.com

  • Grundsteuer: Änderung des Grundgesetzes gefordert

    Grundsteuer: Änderung des Grundgesetzes gefordert

    Die Diskussionen um die Reform des Grundgesetzes gehen in die nächste Runde. Experten erweitern den Themenkreis rund um die neue Grundsteuer um einen weiteren Aspekt, der bislang nur wenig Beachtung fand. Sie fordern eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes. Ein entsprechender Vorstoß des Finanzausschusses des Bundestags wurde Mitte September von den eingeladenen Sachverständigen begrüßt.

    Grundsteuer Grundgesetz
    Änderung Grundgesetz Grundsteuer | Foto: (c) succo /pixabay.com

    Weiterer Aspekt in Diskussion um Grundsteuer

    Der vom Verfassungsgericht geforderte Termin zur Neuregelung der neuen Grundsteuer rückt immer näher. Doch eine endgültige Einigung ist bislang immer noch nicht in Sicht. Die Bundesländer konnten sich bislang noch nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen, wie die neue Grundsteuer künftig berechnet werden soll. Nun erweitern die Steuersachverständigen die diskutierten Themen um einen weiteren wichtigen und grundlegenden Aspekt. Sie sprechen sich vor allem vor dem Hintergrund der möglichen Auswirkungen auf den Länderfinanzausgleich für eine Anpassung des Grundgesetzes aus.

    Notwendige Änderung des Grundgesetzes

    Eine solche Änderung des Grundgesetzes ist dringend notwendig, so Johanna Hey vom Institut für Steuerrecht der Universität Köln. Dass den einzelnen Ländern eine umfassende Kompetenz zu einer eigenen Gesetzgebung hinsichtlich der Grundsteuer gewähren möchte, sei sehr zu begrüßen. Die derzeitige Regelung sei vor allem mit Blick auf den Länderfinanzausgleich nicht zufriedenstellend. Ähnlich sprachen sich die Staats- und Steuerrechtler der Universitäten Trier und Speyer aus.

    Keine Verschiebungen beim Länderfinanzausgleich

    Ihrer Ansicht nach könne der Bund nicht einerseits auf die Regelung zur Wahrung der gleichwertigen Lebensverhältnisse im Bund pochen und sich andererseits im gleichen Atemzug für die Länderöffnungsklauseln stark machen. Im Grundgesetz müsste auf die Folgen für den Länderfinanzausgleich eingegangen werden, so die weitere Forderung. Eine solche gesetzliche Festlegung im Grundgesetz sei zwingend erforderlich, fordern auch Vertreter der Hochschule RheinMain. Auf diese Weise kann ausgeschlossen werden, dass es zu Verschiebungen beim Finanzausgleich der Länder komme.

    Öffnungsklausel nicht in jedem Falle sinnvoll

    Hey von der Uni Köln hob allerdings weiter hervor, dass solche Öffnungsklauseln nicht in jedem Falle sinnvoll seien. So dürften die Länder, die eine abweichende Regelung des Steuergesetzes aufweisen, nicht gezwungen werden, Schattenrechnungen zu präsentieren, welche auf dem Bundesgesetz basieren. Solche Schattenrechnungen würden eine umfassende Bewertung der Gebäude erfordern und damit schließlich dem wichtigsten positiven Aspekt und dem Hauptargument für eine Grundsteuer zuwiderlaufen, welche rein flächenbasiert und unabhängig vom Wert ist. Dieser Aspekt sei eben die Einfachheit des Modells, welchem durch die Schattenrechnungen widersprochen würde.

    Warnungen vor einem Scheitern der Reform

    Mahnende Stimmen warnten zudem vor einem möglichen Scheitern der Reform und der damit verbundenen negativen Folgen, welche vor allem auf die Städte, Gemeinden und Kommunen zukommen würden. Die Einnahmen aus der Grundsteuer seien eine wichtige finanzielle Quelle für die Städte und Gemeinden. Ein Wegbrechen dieser Quelle würde ein riesiges Loch in die Haushalte reißen. Auf die Kommunen kämen etwa bei einer Neuregelung, die nicht der Verfassung entspricht, Rückzahlungen in einer Höhe von 14,8 Milliarden Euro zu.

    Chance zur Vereinfachung wird nicht genutzt

    Dabei sei die Neuregelung der Reform der Grundsteuer zu kompliziert, so der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. Die Chance zur Vereinfachung der Steuer wird vom Gesetzgeber derzeit nicht genutzt. Er sprach sich ebenfalls für eine rein flächenbasierte Berechnung der Grundsteuer aus. Zudem dürften Länder, die von der Öffnungsklausel Gebrauch machen, nicht durch eine zweite, wertbasierte Berechnung zusätzlich belastet werden.

    >>Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht<<

  • Auszubildende und Steuern

    Auszubildende und Steuern

    Mit dem ersten eigenen Gehalt nach Beendigung der Schule scheinen die Möglichkeiten endlos zu sein. Allerdings wird auch der Fiskus auf die Neuverdiener aufmerksam und schränkt die kürzlich gewonnene Freiheit etwas ein. Doch wer es als Azubi richtig anstellt, kann sich einiges von seinem Geld zurückholen. Die erste Beschäftigung mit der jährlichen Steuererklärung lohnt sich.

    Ausbildung Steuern
    Steuern bei Auszubildenden | Foto: (c) 455992 / pixabay.com

    Nicht nur Rechte, auch Pflichten

    Das Ende der Schulzeit bedeutet für jeden Heranwachsenden einen deutlichen Einschnitt in das gewohnte Leben. Es gilt, die Kindheit nun endgültig zurückzulassen und erwachsen zu werden, mit allen Rechten und Pflichten. Mit dem ersten Gehalt, das Auszubildende auf ihrem Kontoauszug sehen, rückt eine neue Freiheit in greifbare Nähe. Ein eigenes Auto, raus aus dem engen Kinderzimmer und hinein die eigene Wohnung; die Möglichkeiten scheinen grenzenlos. Allerdings treten die Azubis damit auch zum ersten Mal in Kontakt mit dem Fiskus. Doch das Geld lässt sich in der ersten Zeit zurückholen.

    Zu Beginn kaum Abgaben

    Zu Beginn der Ausbildung müssen sich allerdings die wenigsten Azubis Gedanken über den Fiskus machen. Bis zur Grenze von 1.051 € müssen nur Sozialabgaben bezahlt werden. Je nach Branche fällt natürlich das erste Gehalt unterschiedlich hoch aus, doch nur wenige Azubis überschreiten diese Grenze im ersten Jahr der Ausbildung. Erst wenn die Azubis mehr als 1.051 € pro Jahr verdienen, muss der Chef Lohnsteuer ans Finanzamt abführen.

    Erstattung der Lohnsteuer

    Hinzukommt, dass die monatliche Lohnsteuer am Bruttoeinkommen des gesamten Jahres bemessen wird. Da das erste Jahr der Ausbildung allerdings nur wenige Monate lang ist, werden zu viele Steuern abgezogen. Azubis können sich das zu viel gezahlte Geld wieder zurückholen, wenn sie eine Steuererklärung erstellen, auch in den weiteren Jahren wird die Lohnsteuer zumindest anteilig erstattet, wenn nicht gar alles.

    Berufliche Ausgaben erstatten lassen

    Auch Azubis haben die Möglichkeit, Ausgaben, die mit ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen, steuerlich geltend zu machen und sich auf diese Weise die Kosten anteilig vom Fiskus zurückzuholen. Und die Ausgaben fallen nicht unbedingt gering aus. Abgesehen von den Kosten, die für die Fahrten zur Ausbildungsstätte oder zur Berufsschule anfallen, müssen Arbeitsmittel wie Lehrbücher oder eventuelle Werkzeuge bezahlt werden. Auch die Kosten für die Bewerbung sind nicht unbedingt gering.

    Ausgaben für die Ausbildung als Werbungskosten geltend machen

    Auch hier ist es lohnenswert für Auszubildende, sich zum ersten Mal mit der Steuererklärung vertraut zu machen, da all diese Ausgaben, die mit der Ausbildung verbunden sind, als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können, wodurch ein guter Teil der Ausgaben als Erstattung winkt. So können bereits 30 Cent pro gefahrenen Kilometer zur Ausbildungsstätte oder zur Berufsschule erstattet werden. Weitere Ausgaben für die Ausbildung etwa für Arbeitsmittel werden bis zu 1.000 € pauschal erstattet, bei Kosten über 1.000 € anteilig, wenn die Posten einzeln aufgeschlüsselt werden.

    Steuerliche Identifikationsnummer zur Abrechnung des Gehalts

    Wichtig zur Berechnung des Gehalts und der damit verbundenen Abgaben ist, dass dem Chef die Steueridentifikationsnummer des Azubis vorliegt. Diese umfasst elf Stellen und findet sich in den steuerlichen Unterlagen der Eltern. Ist diese Nummer wider Erwarten nicht auffindbar, kann sie beim Bundeszentralamt für Steuern angefordert werden.

    Foto: (c) 455992 / pixabay.com

    >> Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt diese nicht<<

  • Kirchensteuer: Wer zahlt sie?

    Kirchensteuer: Wer zahlt sie?

    Wer aus der Kirche austritt, spart nicht zwangsläufig die Kirchensteuer ein. Es kann vielmehr sein, dass sich die Kirche, die durch den Austritt eines Mitglieds entfallende Steuer, auf eine andere Weise wieder hereinholt. Einiges muss beachtet werden, wenn der Austritt geplant ist, um nicht weiterhin zahlen zu müssen.

    Kirchensteuer
    Wer zahlt Kirchensteuer | Foto: (c) sspiehs3/pixabay.com

    Glaubensverschiedene, zusammen steuerlich veranlagte Paare

    Die Rechnung erscheint einfach. Wer aus der Kirche austritt, spart Geld, da die Kirchensteuer entfällt. Doch so einfach ist es leider nicht ganz, zumindest für Ehepaare. Wer Single ist und aus der Kirche austritt, spart in der Regel die Kirchensteuer ein. Bei Paaren kann es hingegen je nach Konfession und Region ganz anders aussehen. Ein Teil des Einkommens muss in diesem Fall weiter an die Kirche gezahlt werden, auch wenn ein Ehepartner die Kirche verlassen hat und der andere Partner noch Mitglied in der Kirche ist. Der Beitrag des Ehepartners kann in diesem Fall sogar noch steigen. Grund hierfür ist das sogenannte besondere Kirchgeld.

    Besonderes Kirchgeld als Alternative zur Kirchensteuer

    Das sogenannte besondere Kirchgeld fällt an, wenn zwei Ehepartner, die verschiedenen Konfessionen angehören, steuerlich gemeinsam veranlagt werden. In diesem Fall wird bei dem glaubensverschiedenen Ehepaar der Beitrag für die Kirche auf der Grundlage des gemeinsam zu versteuernden  Einkommens berechnet. Aufgrund dieser Berechnung wird das sogenannte besondere Kirchgeld fällig, das vom Kirchenmitglied als Alternative zur Kirchensteuer gezahlt werden muss. Dieses Kirchgeld muss jährlich abgeführt werden und beträgt je nach Höhe des zusammen veranlagten Einkommens des glaubensverschiedenen Paares zwischen 96 und 3.600 €.

    Bestätigung durch das Bundesverfassungsgericht

    Diese Praxis wurde vom Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach bestätigt. Allerdings muss das besondere Kirchengeld nur dann abgeführt werden, wenn es die Kircheneinkommenssteuer übersteigt, wodurch es vorkommen kann, dass der Partner, der noch der Kirche angehört und weniger verdient, mehr Kirchensteuer zahlen muss, wenn der besser verdienende Partner die Kirche verlässt. Vor dem Austritt hingegen war die abzuführende Kirchensteuer zu gleichen Teilen verteilt.

    Wo die Regelung nicht gilt

    Allerdings gilt diese Regelung nicht in allen Teilen der BRD. Das besondere Kirchgeld wird von der römisch-katholischen Kirche in zahlreichen Regionen des Landes erhoben, außer in NRW, Baden-Württemberg und Bayern. Zudem wird die Abgabe von nahezu den gesamten evangelischen Landeskirchen verlangt. Die Ausnahme ist lediglich die bayrische Landeskirche. Es ist also möglich aus der Kirche auszutreten, auch, ohne dass gemeinsam veranlagte Partner das besondere Kirchgeld zahlen müssen.

    Beim Steuerbescheid genau hinschauen

    Allerdings sollte man auch in diesem Fall genau hinschauen, um zu vermeiden, dass man draufzahlt, wenn man aus der Kirche austritt. So ist es ratsam, beim nächsten Steuerbescheid genau hinzuschauen, um sicherzugehen, dass die Kirchensteuer nicht für das gesamte Kirchenjahr berechnet wird, sondern nur der Teil des Jahres, in dem man noch Mitglied in der Kirche war. Zudem sollte man darauf achten, den Austritt korrekt zu vollziehen, um eine Ablehnung des Ersuchens zu vermeiden. Möglich wird der Austritt ausschließlich auf dem Standesamt oder dem Amtsgericht.

    Die Kirchensteuer als Sonderausgabe geltend machen

    Wer den Schritt vollzogen hat, sollte darauf achten, dass dies auch korrekt auf der Lohnsteuerkarte vermerkt wurde. Wer hingegen noch weiter Kirchensteuer zahlen muss, kann ebenfalls ein wenig Geld sparen, indem er die Ausgabe ähnlich wie Spenden als Sonderausgabe in der Steuererklärung steuerlich geltend macht.